Polen, Polen,…
Heute möchte ich mich kurz aus Krakau, Polen melden.
Ist ein total interessantes Land, leider haben wir kaum Zeit die Gegend anzuschauen.
Was mir besonders auffällt ist die Geschäftigkeit und der Trend zum Konsum. Alle Menschen (fasst alle) sind super modisch gekleidet und an allen Ecken und Enden ist Werbung in großen Tafeln zu sehen. Die Preise dieser Dinge liegen etwa so wie bei uns, aber das Problem ist, dass die Leute deutlich weniger verdienen wie wir. Wie funktioniert das?
Ich beobachte so ganz oberflächlich eine Mischung aus katholisch geprägter Sittsamkeit (Sauna im Hotel wird stundenweise an Männer und dann wieder an Frauen vergeben) und kirchlicher Tradition (Menschen gehen an einem Wochentag in die Kirche) auf der anderen Seite jede Menge Werbung, die nach dem Motto funktioniert “Sex sells” bis hin zu Restaurantketten, die auf dieser Ebene um Kunden werben.
Was ich mich frage ist, wo bleiben hier die Christen?
Ein Land mit riesiger christlicher Tradition (und einem eigenen Papst) entwickelt einen Kapitalismus,der viel extremer scheint, als bei uns. Ich sehe nicht, dass christliche Werte, wie sie die alte Kirche vertritt, auf Dauer noch Gehör finden.
Mit ist jetzt hier in den drei Tagen Kraukau wieder klar
geworden, dass es notwendig ist, dass Christen “in dieser Welt, aber nicht von dieser Welt” ihren Glauben leben. Durch ihre Präsenz im Alltag die Hoffung von Jesus Christus in die Welt tragen. Tradition wird nichts bewirken, aber ein mitleben und ein sich kümmern um z.B. den Obdachlosen, der durch die Innenstadt von Krakau irrt und um Essen bettelt. Oder dass es Christen gibt, die faszinierende Restaurants eröffnen, in denen Kunden erleben, dass von Gott begeisterte Menschen begeistert auf die Gäste wirken.
