Expedition zu mir
Gestern war es so weit. 
Endlich konnte die lang ersehnte Expedition starten. “Einkehrwandern” könnte man es auch bezeichnen. Aber für mich war es mehr. Für mich war es zu allererst einmal den eigenen Schweinehund zu überwinden und mich dem Alleinsein und der Begegnung mit der Natur und mit Gott auszusetzen….
Hier mal kurz die Fakten:
6:24 Uhr: 5,3 Grad Minus. Abmarsch nach Kappishäusern (warum gerade dahin?)
7:32 Uhr: Jusi über Kappis erreicht. Alles ist steif gefroren.
8:10 Uhr: Hörnle auf verschneitem Pfad erklommen (Zeit zum Bibellesen)
9:36 Uhr: Schillingskreuz. Waldarbeiter stören meine Ruhe
10:15 Uhr: Obere Neuffener Steige. Es geht weiter über Heidegraben nach Grabenstetten
11:20 Uhr: Leberkäs-Wecken in Grabenstetten gevespert. Richtung Hengen geht’s weiter
12:00 Uhr: Ich biege ab Richtung Falkensteiner Höhle. Ein Reh begegnet mir im Wald.
12:30 Uhr: Gefährlich verschneiter Abstieg zur Höhle liegt hinter mir. (Zeit zum Bibellesen)
13:00 Uhr: Das Grillfeuer brennt und ich geniesse meine Rote Wurst
14:30 Uhr: Abmarsch Richtung Urach. Die Sonne bricht durch – herrlich!
15:10 Uhr: Pfählhof, Kaltental…. Tolle Gegend. Hier müssen wir mal einen Ausflug machen
16:10 Uhr: Ein Kaffee im Kurgebiet, das muss jetzt sein.
17:15 Uhr: Ich bin wieder daheim. Ich werde erwartet. Danke, dass das so ist.
25 km sind zurückgelegt. Fast 11h Wandern bei deutlichen Minusgraden liegen hinter mir.
Soviel mal die reinen Expeditionsdaten. Die “inneren Entdeckungen” dieser Tour will ich noch
nicht berichten. Zu frisch sind die Eindrücke. Auf jeden Fall war viel Zeit um Gebet, viel Zeit zum Nachdenken, viel Zeit zum Atemholen.
Sicher werde ich in den nächsten Posts auf ein paar Entdeckungen von dieser “Expedition zu mir” aufgreifen und weiterführen.
Ich kann jedem nur empfehlen auch einen solchen Tag der Einkehr in seinen Alltag einzubauen. Es ist köstlich.
