Mitarbeit nach dem Andeas Prinzip

Am Sonntag durfte ich im Gottesdienst (ohne Beamer ;-) ) eine Predigt von Esther über Johannes 6 hören: “Speisung der 5000″. Zuerst dachte ich: ‘”Nicht schon wieder diese Stelle”, aber dann gab es doch so ein paar Anstöße, die mich zum Weiterdenken angeregt haben.

Besonders sind mir zwei Mitarbeiter aufgefallen:

Philippus:
Diese Spezies von Mitarbeitern haben wir an vielen Stellen in unseren Gremien. Wir suchen sie! Wir brauchen sie! Sie sind gefragt. Bei der Auswahl von Leitern wird sich jeder nach diesen Leuten die Finger lecken. Die können gut kalkulieren, sind analytisch begabt und sind gut ausgebildet.
Und jetzt wird dieser Mitarbeiter mit einem Versorgungsproblem konfrontiert: “5000 Männer plus Familien sollen satt werden!” So klar die Anweisung, so klar ist auch die Antwort: “Wir brauchen dazu ca. ein halbes Jahresgehalt” Das haben wir nicht. Geht also einfach nicht! Punkt! (Auf die Hygieneverordnung, die Küchenproblematik, Tisch und Geschirrbeschaffung geht der Text hier gar nicht ein)

Andreas:
Der zweite Mitarbeiter hat sich bisher nicht ins Organisationsteam eingebracht. Er ist durch die Reihen geschlendert, hat mit den Leuten geredet und hatte dabei auch einen Blick für scheinbar Unbedeutendes. Sogar ein armes Straßenkind ist im aufgefallen. Und just dieser kleine Junge bietet ihm 5 Discounter-Wecken und 2 Billigfische an, weil der Junge gehört hatte, dass es eine Versorgungsausgabe gibt.

Und so nimmt das Wunder seinen Lauf….

Ich will neu von und mit Andreas lernen:

  • Dicht bei den Menschen sein ist manchmal nützlicher als zu managen
  • Gott gebraucht (besonders) auch Menschen aus nicht typisch kirchlichen Milieus für seine Aufträge
  • Je weniger wir selbst tun können, desto mehr kann Gott tun.
  • Gemeinde wächst da, wo wir mit (fast) leeren Händen Gott wirken lassen
  • Kindliches Vertrauen ist angesagt.

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